Im Nachfolgeprozess geht es auch pointiert zusammenfasst darum:

zukunftsfähig = nachfolgefähig

Deshalb muss sich ein Unternehmen stetig weiterentwickeln. In einer frühen Phase der Unternehmensnachfolge obliegt dies in der Verantwortung der überreichenden Generationen. Wenn beispielsweise die Unternehmensnachfolge in 5 Jahren erfolgen soll, braucht es eine Vorstellung, wie das Unternehmen dann im Markt positioniert ist. Konkret: Welche Kundengruppen mit welchen Leistungen bedient werden und mit welchen Mitarbeitenden und Ressourcen Wertschöpfung erzielt wird. 

Je näher der Zeitpunkt der Betriebsübergabe rückt, umso mehr setzen sich beide Generationen damit auseinander. Bei einer Unternehmensnachfolge innerhalb der Familie oder mit den Mitarbeitenden bietet sich hier die Chance, dass die Beteiligten ihre Erfahrungen und Zukunftsüberlegungen früh einbringen können. Dabei muss nicht immer von Anfang an alles übereinstimmend sein. Eine konstruktive Auseinandersetzung verschiedener Ansichten führt oftmals zu besonders guten Lösungen.

Beim Verkauf eines Unternehmens sind die Erwartungen an die überreichende Generation, dass das Unternehmen für die Zukunft so aufgestellt ist, dass der Wechsel der Eigentümerschaft und der Unternehmensführung nicht von einem Stau von Investitionen und Entwicklungen begleitet werden. Dies klingt plausibel, doch das gestaltet sich in der Praxis nicht immer einfach. Einerseits ist noch unklar, wer die Käuferschaft ist, und was deren Vorzüge sind, anderseits bedarf es ein Abwägen, welche Massnahmen getroffen werden müssen, und mit was in Abhängigkeit der Käuferschaft zugewartet werden soll.

Was nicht ratsam ist, das Thema der Unternehmensentwicklung und Investitionen während des Nachfolgeprozess zu vernachlässigen, sei es auf Grund von Unsicherheiten oder Motivationsschwierigkeiten. Was ist nun, wenn man einfach eine natürliche Müdigkeit am Ende der langjährigen Berufs- und Unternehmenstätigkeit verspürt? Es lohnt sich trotzdem, sich mit dieser Herausforderung auseinanderzusetzen. Manchmal reicht bereits eine schlüssige Antwort mit wenigen Massnahmen. Wir durften auch schon erleben, dass genau diese Fragestellung einen positiven Schwung bei der Unternehmensnachfolge auslöste.

Werfen wir einen Blick in die Natur. Egal, ob es ein leichter Pflegeschnitt, eine Verjüngung oder Neupflanzung ist, das Erwachen der Natur bereitet Freude, gibt uns Kraft und lassen die Früchte des Herbstes erahnen.

 

Andreas Weber, Partner
aw@kmu-nachfolgezentrum.ch
041 810 26 13

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