Wie soll Ihr Unternehmen in fünf Jahren aussehen? Gehören die Entscheider eher in die  Kategorie Verwalter oder Visionär? Wer wird alles in den Strategieprozess mit einbezogen? Der Unternehmergeist weiss, wie eine Strategie zum Erfolg führt.

Liebe Unternehmerinnen, liebe Unternehmer

In jedem Unternehmen gibt es sie: die Verwalter und die Visionäre. Zwischen deren Ansichten und Denkweisen liegen meist Welten.

Verwalter wollen den Istzustand bewahren. Die bestehenden Strukturen und Prozesse sollen ja nicht hinterfragt werden. Das bestehende Geschäft darf unter keinen Umständen
gefährdet werden. So überlegt man sich am liebsten, was man noch mehr oder besser von dem tun könnte, was man schon tut.

Die Visionäre hingegen denken sich laufend neue mögliche Zukunftsszenarien aus. Sie blicken in die Zukunft und wollen diese aktiv mitgestalten. Visionäre entwerfen mutige – oder teils gar übermütige – Visionen ihres Unternehmens in der Zukunft und arbeiten darauf hin.

Nehmen in den strategischen Entscheidungen die Verwalter überhand, kann dies für das Unternehmen relativ schnell existenzbedrohend werden. Dominieren ausschliesslich Visionäre, kann dies schnell zu Hüftschüssen oder zu nicht umsetzbaren Strategien führen.

Meine persönlichen Erfahrungen und Erkenntnisse bestätigen mir, dass die Zeiten vorbei sind, in denen man Strategie, Umsetzung und Verwaltung voneinander trennen konnte. Heutzutage brauchen wir Unternehmergeister, die sich trauen, grosse Versprechen zu machen und die darüber hinaus auch in der Lage sind, diese zu erfüllen und in die Umsetzung zu bringen. Diese Menschen sind es, die für jedes Unternehmen den grossen Unterschied machen.

Die Vision ist dabei der Leitstern, der allen Beteiligten Sinn und Orientierung bietet. Wie beim Navigieren eines Segelschiffes wird dabei die Strategie je nach Wetterverhältnissen angepasst, ohne das angepeilte Ziel aus den Augen zu verlieren. Dies gelingt am besten, indem du starre Hierarchien verlässt, autonome Entscheidungen ermöglichst und dich stärker an Prozessen ausrichtest. Wenn jeder an Bord verstanden hat, wohin die Reise geht, werden auch deine Mitarbeitenden schnelle, autonome und richtige Entscheidungen treffen.

Entscheidend ist, dass alle hinter der Strategie stehen, damit sie Erfolg haben kann. Dabei ist das mittlere Management von zentraler Bedeutung, denn es übernimmt eine wichtige Vorbildfunktion. Wichtig für dich ist die folgende Frage: Verstehen deine Führungskräfte, was die Strategie für ihre operativen Tätigkeiten bedeutet?

Um diese zentrale Frage mit ja beantworten zu können, ist es unerlässlich, die wichtigsten Persönlichkeiten deiner Firma bereits im Strategieprozess mit einzubinden, wie zum Beispiel in Form einer Zukunftswerkstatt. Dabei tauschst du dich mit den Beteiligten über folgende Themen aus:
• Wo stehen wir?
• Wohin wollen wir?
• Wie soll die Situation des Unternehmens in fünf Jahren aussehen?
• Welches sind die nächsten Schritte?

Die Umsetzbarkeit erfordert, dass aus strategischen Zielen eindeutige Handlungen abgeleitet werden, um die Strategie zu operationalisieren und sie greifbar zu machen.

Die Zukunft kommt auf jeden Fall. Die Frage ist nur, ob auch du die Zukunft deines Unternehmens aktiv anpackst. Meine Praxiserfahrung zeigt: Systematik und neutrale Aussensicht sind dabei gute Voraussetzungen.

 

Der Unternehmergeist und die Strategie (PDF)

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