Ein wichtiger Beitrag für den wirtschaftlichen Erfolg ist die Arbeitsteilung. Jeder bietet die Leistung an, welche er dank seiner Kompetenz besser und preiswerter erstellen kann als sein Umfeld.
Nun kann es aber durchaus sein, dass man sich entscheidet, etwas selber zu tun, obwohl es wirtschaftlicher wäre, die Arbeit durch einen Spezialisten ausführen zu lassen. Zum Beispiel pflanzt Coiffeurmeister Schärli den Strauch im Garten selber, weil es ihm Spass macht.

Herr Schärli würde aber kaum sein Einfamilienhaus ohne einen Architekten bauen. Er kann sich als Bauherr genügend einbringen: er ist Auftraggeber und letzter Entscheidungsträger. Umgekehrt käme es Baumeister Holzner nicht in den Sinn, seiner Frau eigenhändig die Haare zu schneiden. Das heisst: vielleicht käme es ihm in den Sinn und er hätte vielleicht seine helle Freude daran, aber das Resultat?

Bei einmaligen, komplexen Aufgaben lohnt es sich, externe Kompetenz heran zu ziehen. So auch bei der Nachfolgeregelung.

Dabei müssen verschiedene Beteiligte eine ebenso unternehmerische wie emotionale Aufgabe lösen, meistens eine einmalige Angelegenheit mit grossen Auswirkungen. Es geht um den Fortbestand des Werks einer oder mehrere Generationen und es geht um die Realisierung der oftmals jahrzehntelangen Investitionen. Fehlende Nachfolger, mangelnde Finanzkraft, Zeitdruck oder anstehende Steuern machen die Nachfolge für manchen Unternehmer zum Albtraum.

Meine Erfahrung in der Nachfolgeregelung zeigt, dass sie auch bei einem strukturierten und zielorientierten Vorgehen eine grosse Herausforderung bleibt, deren Meisterung aber auch grosse Freude und Befriedigung auslöst.

Für den Unternehmer bedeutet sie oft den gleich grossen Reiz, wie damals, als er die ersten Schritte als Jungunternehmer machte. Packen Sie also die Nachfolgereglung heute noch an. Das wirtschaftliche Umfeld könnte nicht besser sein. Die guten Jahre wecken Zuversicht bei der jungen Generation. Geben Sie ihr die Chance, selber unternehmerisch zu wirken. Führen Sie Ihr Unternehmen erfolgreich, umsichtig und mit Freude in die Zukunft. Dann kommt es gut.

Andreas Weber
Partner, SZ

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